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„Swiss Data“ ersetzt das Bankgeheimnis

NSA/Snowden-Veröffentlichungen bieten Schweiz neue Chancen 

Der NSA-Skandal brachte es an den Tag: Unsere Daten sind nicht mehr sicher. Dasselbe gilt für die Konti auf Schweizer Banken, nach dem faktischen Tod des eidgenössischen Bankkundengeheimnisses. Während die traditionellen Standortvorteile des Finanzplatzes Schweiz erodieren bietet sich der Schweiz die einmalige Chance, sich als Hüterin des Datengeheimnisses zu positionieren.

Daten sind die neue Währung. Was gestern ein Vorteil war, wird zum Klotz am Bein, der Innovationen bremst. Die Datenmengen, die wir heute produzieren, aber auch die so genannten Meta-Daten (Daten über Daten über uns), werden immer gigantischer, tiefer und verwobener. Jede Information über uns, jedes Foto, jedes Video, jedes Like, jedes Update, jeder mobile Standort – alles wird künftig zu jedem Zeitpunkt gespeichert und ausgewertet werden können. Hier kollidieren Privatsphäre, Überwachung und Datenschutz in einer ganz neuen Art und Weise die unsere Gesellschaft vor dramatische Herausforderungen stellt. Dabei verstärkt sich das Bedürfnis nach einem sicheren und vertrauenswürdigen Partner der Daten speichert und verwaltet. Tatsache ist: Die USA, die immer noch 92% des globalen Cloud Computing-Angebotes beherbergen, haben nach dem NSA-Skandal ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Ich gehe davon aus, dass den amerikanischen Cloud-Giganten wegen der NSA/Snowden-Veröffentlichungen 2014 rund 20 Milliarden US-Dollar entgehen werden.

“Securely hosted and stored in Switzerland”

Schweizer Unternehmen könnten den großen US-Firmen Cloud-Hosting in der Schweiz anbieten, welches Schweizer Datenschutzgesetzen unterliegt. Ich denke dabei zum Beispiel an ‘Amazon Swiss AWS‘, ‘SwissDrop’ oder sogar ‚Swoogle Docs‘. Als ‚Swiss Data‘ zertifizierte Produkte und Dienstleistungen könnten es Unternehmen weltweit ermöglichen, ihre Daten in Europa und in einem Land sicher aufzubewahren, welches als sicher, demokratisch und ehrlich gilt. Bis zu 50% des in den USA beheimateten Big Data- und Cloud Computing-Business könnte dadurch in die Schweiz gezogen werden.

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