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Wie wir uns informieren werden – Reuters Digital News Report

Menschen lesen Nachrichten, interessieren sich für das Geschehen in der Welt und vor ihrer Haustür. Nie waren Medien, nie waren Nachrichten präsenter und einfacher zu bekommen als heute. Medienunternehmen passen sich den veränderten Nutzungsgewohnheiten der Menschen an. Was sich allerdings nicht so einfach anpassen lässt, ist das Geschäftsmodell hinter dem Vertrieb von Informationen. „Die Welt“ stellt  den soeben veröffentlichten Reuters Digital News Report mit den zehn wichtigsten Thesen vor. Die Online-Befragung von rund 24.000 Menschen in zwölf Ländern fand Ende Januar statt.

Die 10 Thesen des Reuters Digital News Report, welche Die Welt publiziert hat.

1. Das Smartphone wird zum zentralen Informationsgerät.

In allen Ländern stieg im Vergleich zum Vorjahr die Zeit, die Nutzer auf ihren Smartphones mit Nachrichten verbringen. In Deutschland greifen die Nutzer noch nicht so häufig auf ihr Smartphone zurück wie in anderen Ländern, etwa Dänemark und den USA.

2. Menschen vertrauen auf ihren Smartphones einer geringen Zahl von Nachrichtenquellen.

Im länderübergreifenden Durchschnitt, so das Ergebnis der Studie, sind es nur 1,52 Quellen.

3. Klassische TV-Nachrichten sind in vielen Ländern die populärste Nachrichtenquelle

Aber: in Ländern wie den USA und Dänemark haben Online-Nachrichten der klassischen TV-Nutzung den ersten Rang abgelaufen. In Deutschland ist das bisher nicht so.

4. Soziale Medien behandelt der Report als eigenständige Nachrichtenquelle

Die sozialen Netzwerke verweisen in der Regel auf Online-Nachrichtenquellen, sind also noch vor allem Hinweis- und Vertriebskanal für News.

5. Die Zahl der Facebook-Nutzer, die sich auch mit Nachrichten versorgen lässt, steigt

Allerdings nicht in Deutschland, sondern vor allem in Dänemark, Frankreich und den USA. Länderübergreifend liegt der Anteil dieser Nutzer bei 41 Prozent. YouTube (18%), Twitter (11%) und WhatsApp (9%) sind, von der Popularität gesehen, vergleichsweise kleinere Nachrichtenquellen.

6. Die Online-Suche bleibt in Deutschland die wichtigste Einstiegsstelle für Nachrichten im Netz

45 Prozent der Befragten fanden News in einer gegebenen Woche über die Suche. Direkt auf die Seite eines Nachrichtenangebots kamen 26 Prozent der Nutzer. Und 20 Prozent gelangten über soziale Medien zu einer Nachricht.

7. Die Nutzung von Nachrichtenvideos steigt stark

Bewegtbilder werden stärker von den Menschen nachgefragt – und darum gibt es auch mehr Videos auf Nachrichtenangeboten.

8. „Ich glaube, ich kann den meisten Nachrichten in der Regel vertrauen“

Diese Aussage haben die rund 2.000 in Deutschland befragten Personen zu 60 Prozent mit „Ja“ beantwortet. Besser fiel das Ergebnis nur in Brasilien (62%) und Finnland (68%) aus.

9. Digitale Bezahlmodelle haben einen schweren Stand

Die Schwierigkeit ist demnach, aus Gewohnheitslesern zahlende Kunden zu machen. Der Umsatz mit zahlenden Digital-Lesern steigt dennoch, weil es zumindest eine steigende Zahl von Nutzern gibt, die länger laufende Digital-Abonnements abschliesst.

10. Digitale Werbung ist in der Krise

Demnach nutzt eine zunehmende Zahl von Menschen sogenannte „Ad-Blocker“, also Werkzeuge, um digitale Werbung auszublenden. Entsprechend verringern sich die Erlöse der Medienunternehmen mit Werbung.

Den ganzen Report inkl. Ergebnisse, Charts, Essays gibt es hier.

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