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Mensch und Maschine stehen vor der Fusion (via ÄrzteZeitung)

Ein Beitrag von Christina Bauer in der ÄrzteZeitung nach einem Interview mit Gerd Leonhard: „Müssen Ärzte in der Zukunft Mischwesen – halb Mensch, halb Roboter – behandeln? Der Technikexperte Gerd Leonhard wagt eine Prognose.

„‚Sind wir die letzten nicht-augmentierten Menschen?‘ Technologieforscher und Berater Gerd Leonhard befasste sich beim diesjährigen Kongress der Stiftung Münch mit der Fusion von Mensch und Maschine. Meist seien Smartphone, Medizingerät und Co. heute noch außerhalb des Körpers. Es gebe aber auch bereits Beispiele einer physischen Verknüpfung. Das gelte längst nicht mehr nur für Kranke. Leonhard führte Beispiele aus den USA an. Dort hätten sich bereits Gesunde die Beine amputieren lassen, um leistungsfähigere Prothesen anzubringen.

Entwicklung exponentiell

Die medizintechnische ebenso wie die EDV-Entwicklung schreite schnell voran, so der Forscher. Maschinen würden rasch leistungsfähiger und preiswerter. Das sei keine lineare Entwicklung, sondern eine exponentielle. Typisch für solche Entwicklungen sei, dass die mittelfristigen Veränderungen meist überschätzt würden. Diev langrfristigen – Leonhard nennt einen Zeitraum von zehn Jahren – würden aber unterschätzt. Eine Änderung könne zu Beginn unauffällig anrollen, dann jedoch rasant enorme Maße annehmen. Leonhard betonte, die Gesellschaft werde sich dazu verhalten müssen. ‚Technik hat keine Ethik‘. Es sei Aufgabe von Menschen, Firmen und Gesellschaften, die sich aus dem Fortschritt ergebenden Fragen zu diskutieren. Etwa die, was Maschinen autonom können dürfen und was nicht. Oder die, bei welchen Prozessen eine Automatisierung sinnvoll sei.“

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Gerd Leonhards Buch «Technology vs. Humanity» mit vielen Beiträgen, Videos, Leseproben, Referenzen auf www.techvshuman.com. Ab Sommer 2017 auch auf Deutsch erwartet.

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