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Interview: „Meine Gegenwart ist die Zukunft meiner Kunden“

persoenlich.com: Tim Frei sprach mit Gerd Leonhard am Rande des Marketing Tags am 7. März 2017 in Luzern:

Herr Leonhard, Sie nennen sich Futurist, aber Sie verstehen sich nicht als Zukunftsforscher. Was machen Sie genau?
Ich beschäftige mich mit der nahen Zukunft, da ist der Begriff «Futurist» naheliegend. Als Zukunftsforscher verstehe ich mich jedoch nicht, da ich kein Akademiker bin. Vielmehr beschäftige ich mich mit den vorhandenen praktischen Dingen. Zudem interessiere ich mich nicht dafür, was in 20 Jahren ist, sondern arbeite im Fünfjahreshorizont.

Sie setzen sich also mit der Zeitspanne von fünf Jahren auseinander?
Ja. Die fünf Jahre sind aber jetzt schon hier, es handelt sich um die Gegenwart. Meine Gegenwart ist also die Zukunft meiner Kunden. Für mich ist alles schon da, viele Leute sehen das schlichtweg noch nicht, da sie nicht die Zeit haben, sich damit auseinanderzusetzen.

In Ihrem neuen Buch «Technology vs. Humanity»* schreiben Sie, dass sich die Menschheit in den kommenden 20 Jahren stärker verändern werde als in den 30 Jahren zuvor. Ist das nicht masslos übertrieben?
Wahrscheinlich ist das eher untertrieben. Es gab zwar in der Vergangenheit grosse Umwälzungen wie die industrielle Revolution, die Dampfmaschine oder das Internet. Jetzt sind wir aber am Punkt, wo wir Menschen uns selber ändern können. So können wir bald zum Supermensch werden, indem wir uns mit dem Internet vernetzen. Oder wir können die Gene verändern oder einen Roboter in unseren Blutkreislauf einschleusen. Neu ist, dass sich die Technologie von alleine weiterentwickeln kann und dies exponentiell. Dinge, die vorher Science-Fiction waren, sind nun Realität – wie beispielsweise selbstfahrende Autos.“

Das ganze Interview auf persönlich.com

Weiterführende Themen:

Deutsche Zusammenfassung von «Technology vs. Humanity»
Webseite des Buches mit Leseproben, Videos, Referenzen um.

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